Montag, 5. Januar 2015

Neues Jahr, neues Glück...


Vor einem Jahr las ich das Buch "Die einzige Wahrheit" von Jodi Picoult und vor einigen Wochen das Buch 
"De verstotene" von Jolina Petersheim. Während ich die beiden Bücher, die sich innerhalb der Welt der Amischen abspielen, mehr oder weniger zufällig las, schaute ich mir vorgestern und gestern im Schweizer Fernsehen die 2 Sendungen über die Amischen ganz bewusst an. 


Eine Einführung zur Geschichte zur Amischen finden Sie hier.


Amische halten sich so weit wie nur möglich von allen sogenannten Errungenschaften der Moderne fern: Elektrizität, Auto, Fernsehen, Kino und Computerspiele. Aber auch Jeans oder Reissverschlüsse wird man bei den Amischen nicht finden.


Ich mag mein Smartphone, meinen Wasserkocher und die morgendliche heisse Dusche. Auf ein Auto verzichte ich ganz bewusst, was nicht schwierig ist weil sich 70 meter neben unserer Wohnung eine Bushaltestelle befindet und wir in der Schweiz ein sehr gut ausgebautes ÖV-Netz haben.

Das einfache Leben aber fasziniert mich. Ich bewundere meine Freundin Teunie, die 10 Kinder hat. Die jedes Brot und jeden Keks, der auf den Tisch kommt, selbst bäckt. Daneben hat sie einen Gemüsegarten auf der Dachterasse, ein eigenes Bienenvolk und einen gut gefüllten Vorratsschrank, in dem sich nur Konfitüre, Gemüse und Früchte befinden, die sie selbst (ein)gemacht hat.
Mehr erschaffen und weniger konsumieren- das ist ihr Motto.

Ich muss und will nicht leben wie vor 150 Jahren, aber ein Leben mit etwas weniger Ballast gefällt mir wohl doch ganz gut.

Minimalismus bedeutet ja nicht, in einer kleinen, hässlichen Wohnung zu leben, sondern lediglich, ein einfacheres Leben zu führen, welches bestenfalls Ballast minimiert und Lebensfreude maximiert.


Kreatives Chaos? Nein danke, denn ich persönlich klare Gedanken fassen möchte, muss mein Schreibtisch aufgeräumt sein. Es sollten keine Zeitschriften, Briefe, Schlüssel oder einzelne Socken herumliegen, denn das lenkt mich ab. 
Zur Ordnung kann auch gehören, Dinge, die irgendwo in der Wohnung herumliegen, kritisch in Augenschein zu nehmen und mich zu fragen:
  • Wann habe ich das das letzte Mal benutzt?
  • Habe ich es in den letzten Wochen vermisst?
  • Benötige ich es wirklich noch für irgendetwas?
Wenn meine Antwort ist: „Nein, aber das kann ich sicher noch mal irgendwann gebrauchen“, dann überwinde ich mich und gebe die Sachen weg. Bücher in die Brocki, Kleider an Freunde oder Fremde, unbrauchbarer Krimskrams in den Müll. 
Ich werde hier in unregelmässigen Abständen darüber berichten, wie es mir mit weniger Ballast so geht und bin selbst schon ganz gespannt auf meine Erfahrungen.











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